Heute beginnt die Monster Series. Viele von euch haben Pläne gemacht, die Events zu grinden – vielleicht sogar jeden Tag. Wir haben zuvor ein paar Artikel geschrieben, wie ihr euch am besten auf den Grind vorbereitet. Es lohnt sich auf jeden Fall, diese beiden noch einmal durchzugehen: Wie ihr euch am besten auf den Grind vorbereitet (Teil 1) & Wie ihr euch am besten auf den Grind vorbereitet (Teil 2).
Mit dem richtigen Mindset an die Sache zu gehen, ist hierbei äußerst wichtig. Dies gilt für’s Leben generell, aber genauso für das Pokerspiel.
Was ist Mindset?
Das Mindset beschreibt die Denkweisen, Überzeugungen und Verhaltensmuster beziehungsweise die innere Haltung von Menschen. Mit einem richtigen Mindset ermöglicht man ein erfolgreiches und glückliches Leben.
Wer will das nicht? Gerade im Sport haben viele Athleten dieses Geheimnis schon längst gelüftet und trainieren fast genauso viel an ihrer mentalen Fitness, wie an ihrer körperlichen Fitness. Dennoch gibt es viele Vorurteile, wenn es um mentale Stärke und Ausgeglichenheit geht. Pokerspieler sind da besonder gut drin, denn für viele ist Poker eine Außenseiter-Tätigkeit, bei der man sich nicht an soziale Regeln halten muss.
Aber unser Spiel hat sich entwickelt und wer erfolgreich sein will, muss an seinem Mindset genauso viel arbeiten, wie an seinem tatsächlichen Spiel.
Warum ist ein gutes Mindset wichtig im Poker?
Dein Poker-Mindset und die Art und Weise, wie du Herausforderungen während und zwischen den Sessions verarbeitest, ist ein wichtiger Faktor für deinen langfristigen Erfolg.
Es gibt viele Erfolgreiche Pokerspieler die auf ein gutes Mindset schwören, während andere das Ganze als Blödsinn abtun, oder denen es generell einfach egal ist. Dies heißt nicht, dass sie nicht auch erfolgreiche Pokerspieler sein können, aber da wir immer auf der Suche nach den größten Edges sind, warum nicht auch dieses weiter erforschen und anwenden?
Ohne das richtige Mindset können sich die negativen Erfahrungen und Gefühle nach Downswings, Bad Beats oder schlecht gespielten Händen aufstauen und irgendwann zu massiven Tilt-Problemen führen. Und das kann teuer werden!
Wie findet man das richtige Mindset?
Direktes, zielgerichtetes und konsequentes Handeln. Setzt Wissen in die Praxis um. Wenn ihr das, was ihr wisst und was ihr lernt, nicht in die Praxis umsetzt, wird es schwierig, es in langfristiges Handeln umzusetzen Der Schlüssel ist hier die Macht der Gewohnheiten zunutze zu machen.
Wenn man sein mentales Spiel ändert, geht es vor allem darum, die Art und Weise, wie man denkt, zu ändern. Und die Art, wie ihr denkt, ist eine Gewohnheit. Ihr müsst im Laufe der Zeit, jeden Tag ein bisschen umdenken und dafür sorgen, dass ihr euren Geisteszustand und eure Leistung in den Griff bekommt.
Die Opfer-Mentalität ablegen
Es gibt viele Möglichkeiten, an der mentalen Stärke beim Poker zu arbeiten. Wir fangen hier mal mit der Wichtigsten an: Hört auf, euch als Opfer zu fühlen! Leichter gesagt, als getan. Aber hier sind ein paar Techniken, die ihr anwenden könnt, um aus der Opferrolle zu schlüpfen und die Kontrolle zu übernehmen.
- Fangt euch, wenn ihr “immer ich””-Gedanken habt. Es reicht am Anfang, es einfach zu bemerken, dass ihr so denkt und vielleicht sogar eine Notiz auf einem Zettel zu machen.
- Führt eine ehrliche (!) Strichliste für Bad Beats, die ihr kassiert und die ihr austeilt.
- Erzählt niemandem von Bad Beats, die ihr kassiert oder ausgeteilt habt – beides hat keinen Wert.
- Spielt innerhalb eurer Bankroll – Wenn ein paar Beats euch nicht wirklich weh tun, bleibt ihr ruhiger bei der Sache.
Wendet diese Techniken während der nächsten Poker-Sessions an und schaut, ob das schon für Verbesserungen in eurem Mindset führt. Wir werden euch über die nächsten Wochen weitere Techniken liefern.
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